Solch eine Unternehmung ist teuer, sehr teuer. Etliche Millionen an Kirchen-
steuermitteln müssten da hineingepumpt werden, noch weitaus mehr als beim bischöflichen Buchhandelsriesen WELTBILD-Verlag. Und wenn ich an die vielen Querelen um allerlei Skandale rund um das Sortiment von WELTBILD denke und die zögerlichen Reaktionen der Bischöfe, dann werde ich jetzt noch nervös.
Und da soll ich von der Annahme ausgehen, eine bundesweite Gratis-Kundenzeitschrift würde gutgehen? - Offen gestanden: Auf diesen riskanten Versuch lege ich keinen allzugroßen Wert!
Wer würde dort als Chef installiert? Wer hätte das Sagen? Was wäre die Linie des Blattes? Worüber würde berichtet und worüber nicht? Dürfte es Leserbriefe geben? Wie würde die Anbindung ans Internet aussehen? Dürfte es Werbung geben, und wenn ja, welche? Wie würde sich das auf die Abonnentenzahl der ohnehin schon kränkelnden Bistumszeitungen auswirken?
Es klingt in der hier gebotenen Kürze etwas brutal, aber meine Meinung ist: Lasst die Finger davon - das kann eigentlich nur schief gehen!Wenn man sich die evangelische Medien-
landschaft ansieht, muss man feststellen,
dass es dort bereits einige Rückzieher gibt in Sachen Mitgliederzeitschriften. In Zeiten des Sparzwangs passt das nicht ganz in die Land-
schaft. Stattdessen versucht man es an einigen Stellen mit ganz neuen Konzepten. Ein Beispiel (pdf) ---> KLICKEN
Dass es neben den kostenpflichtigen Bistumszeitungen bereits Versuche mit Gratis-Zeitschriften auf Bistumsebene gibt, ist vielen nicht bekannt. Ein schö-
nes, cleveres Beispiel bringt das Erzbistum Köln. Klar, Kardinal Meisner mal wieder... ---> KLICKEN !
Und nicht zu unterschätzen sind neben dem immer wichtiger werdenden Medium Internet auch noch die guten alten Pfarrbriefe. Mit ihnen werden nach wie vor etwa 15 Millionen Menschen in Deutschland erreicht. Da ließe sich noch so manches machen... - Siehe auch >> HIER und danach >> HIER!
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Falls die Bischöfe den Wunsch verspüren, sich noch ein paar Probleme dazuzukaufen, dann sollen sie das machen.
AntwortenLöschenBei deren Fingerspitzengefühl für Medienarbeit wird das ein Millionengrab.
Vielleicht lernt man aus dem Untergang des "Rheinischen Merkur"...
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/katholische-zeitung-der-rheinische-merkur-wird-eingestellt-11039851.html
Danke für die klaren Worte in Ihrem Artikel!
AntwortenLöschenSolch ein Projekt wäre eine ausgesprochene Schnapsidee. Auf's richtige Pferd setzen heißt: Internetaktivitäten ausbauen und bündeln!
Kann man auch anders sehen: Viele Unternehmen haben Kundenzeitschriften. Die wollen auch kein Geld zum Fenster rausschmeißen. Es geht vielmehr um Kundenbindung. Vielleicht werden dann die Kirchenaustritte auch weniger, wenn man das Gefühl hat, nicht vergessen zu sein. Also ich bin dafür!
AntwortenLöschenDie Bischöfe würden das Geld (unser Geld!) geben und sich dann nicht mehr um die Inhalte kümmern, weil sie selbst nicht alle an einem Strang ziehen. Ich kann nur abraten!
AntwortenLöschenDer Artikel hier und bei katholisch.de und die anschließende Diskussion sind doch eine reine Luftnummer! Die Bischöfe werden sich hüten, dieses verminte Gelände zu betreten.
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