Donnerstag, 30. Mai 2013

Rindviecher-Streit im Internet -- Tierschützer attackieren Kloster St. Ottilien

(Fortsetzung)
Gestern konnte man in der "Süddeutschen Zeitung" in einem längeren Artikel darüber lesen. Sogar ein "Animalpastor" (ein ehemaliger Priester ohne Amt) hat sich eingeschaltet. Die Mönche laden alle Kritiker ein, sich selbst ein Bild vor Ort zu machen: Jeder könne gerne kommen und sich die landwirtschaftlichen Betriebe ansehen.
Das haben die zuständigen Veterinär-
Ärzte längst und des öfteren gemacht. Ihr Urteil fällt deutlich anders aus als das der Tierschützer: Ausreichend Platz sei vorhanden, und es gäbe auch die Gummimatten als Unterlage. Die Vor-
schriften seien mehr als erfüllt.

Doch manche der Tierschützer stellen die Grundsatzfrage, ob der Mensch überhaupt Tiere ausnutzen und töten dürfe. Daniela Böhm sieht da "von der vegan lebenden Mehrheit" der Bevöl-
kerung "ein klares..., auch erbittertes und manchmal wütendes Nein".
Sie findet, "das, was man achtet, liebt und respektiert, sollte man nicht töten."

Wie mir scheint, gibt es da doch sehr verschiedene Wahrnehmungen. Ich wusste bisher auch nicht, dass die Mehrheit unserer Bürger kein Fleisch isst...
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Wer sich einen ersten Eindruck aus dem Internet-Kampfgebiet machen will, findet hier ein gefühlvoll untermaltes Video der Gegner:

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... und hier die Antwort aus dem Kloster, die doch deutlich anders aussieht:

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Artikel in der "Süddeutschen Zeitung" ---> KLICKEN !
Artikel bei "Merkur online" ---> KLICKEN !
Video-Beitrag Bayerisches Fernsehen ---> KLICKEN !
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3 Kommentare:

  1. Durch geschickten Kamerablickwinkel und melodramtischen Ton versuchen die Tierschützer Stimmung zu machen. Das Video der Mönche beweist, dass es sauberer ist.
    Frau Böhm fordert sogar, die Bullen draußen auf die Weide zu lassen. Ist sie sich überhaupt klar darüber, welche Gefahr das in einer Umgebung mit vielen Wanderern darstellt. Man denke an Familien mit Kindern...!

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  2. Es wäre eine dankbare Aufgabe für die Tier-Aktivisten, wenn sie mal einen Blick in andere Ställe werfen würden. Und was ist mit Tiertransporten zu einer tagelang entfernten Schlachterei im Ausland? In St.Ottilien wird vor Ort geschlachtet, ohne quälende Transportwege. Das Fleisch aus dem Klosterladen ist sehr begehrt.

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  3. Ich bin aus der Nähe der Erzabtei. Die ganze Sache ist eine extrem traurige Kampagne. Ein etwa neunjähriges Mädchen, Tochter einer Tierschützerin, durfte wohl bei einer Geburt im Stall von St. Ottilien mithelfen. Später wandte sie sich per Einwurfeinschreiben an den Erzabt, um das Tier mit ihrem Ersparten loszukaufen und auf einen dieser "Tierbefreiungsbauerhöfe" zu verbringen. Verständlicherweise hat der Erzabt erwidert, dass das Kalb gebraucht würde. Außerdem müsste das Tier ja nicht von seiner Mutter getrennt werden.
    In unserem Kreisblatt wurde dann ein Artikel über diese mönchische Ungeheuerlichkeit geschrieben. Schon traurig, früher schrieben bestimmt Kinder an den Erzabt der Missionsbenediktiner, um mir ihrem ersparten andere Kinder in Afrika aus der Sklaverei freizukaufen, die es ja heute bekanntlich immer noch gibt. Statt dessen geht es jetzt um irgendwelche Rindviecher.

    Nebenbei muss mir entgangen sein, dass jetzt die Mehrheit der Bevölkerung vegan lebt.

    Aber man sieht, was passiert, wenn man nicht mehr an Gott glaubt. Dann werden die Tiere "vergötzt" und man stellt sogar die Anordnungen Gottes in Frage, der uns ja schließlich gesagt hat, wir sollen uns die Erde untertan machen.

    Tu autem Domine, miserere nobis!

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